2.Mannschaft: Debakel in Rheinbach

Es gibt sie, die Schlüsselspiele einer Saison ! Die Spiele, die man vorher als besonders wichtig identifiziert hat zur Erreichung der selbst gesetzten Ziele. Die Spiele, die man unbedingt gewinnen muss.Ein solches Spiel hatte die 2.Mannschaft am gestrigen Sonntag (18.01.2026) in Rheinbach bei den dort beheimateten SF Rheinbach 1948.

 

Ein Bericht von Basilius Gikas:

Im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga sehen wir die Rheinbacher  als Mitkonkurrenten und stärksten Gegner in der Bezirksliga. Unsere gesamte Einsatzplanung der Saison lief auf diesen Kampf hinaus. Der Kader der 1.Mannschaft wurde derart gestaltet, dass möglichst viele Spieler aus diesem Kader die zweite Mannschaft unterstützen können. Der Mix aus Stammspielern der 2.Mannschaft und Ergänzungspielern des NRW Kaders hat bis zum gestrigen Sonntag gut funktioniert. Mit drei Siegen waren wir als einzige Mannschaft in der Bezirksliga ohne Punktverlust. Gegen Rheinbach konnten wir die  bisher beste Besetzung (auf Grundlage des DWZ-Ratings ) aufbieten. Mit Gikas, Gaul, Damm, Boos, Wöltge und Siehoff hatten wir gleich sechs Spieler, die diese Saison schon in der NRW-Liga gespielt haben, ergänzt um Matthias Koch und Claus Stockhardt. Insbesondere an den hinteren Brettern wähnten wir uns im Vorteil.

Doch auch Rheinbach hatte nicht geschlafen und zauberte buchstäblich zwei Hasen aus dem Hut. Mit Arnold Hemmann und Christian Mielke wurden zwei Spieler nachgemeldet, die ursprünglich die Saison pausieren wollten und die völlig überraschend an den Brettern 7 und 8 auftauchten. Zwei Spieler, deren Spielstärke bekannt ist. Der psychologische Vorteil lag damit klar auf Rheinbacher Seite, denn der kalkulierte Spielstärkevorteil an den hinteren Brettern für die Beueler hatte sich gedreht.

Was dann jedoch geschah ist nicht alleine mit Psychologie zu erklären.

Fast 42 Jahre nach meinem letzten Einsatz in der Bezirksliga des SB Bonn/Rhein-Sieg, damals für die Bonner SG 4 und ebenfalls in Rheinbach, verfehlte ich meinen damaligen Gegner Peter Simons nur um ein Brett. An Brett 1 hatte ich es diesmal mit Cornelius Gähler zu tun. Alexander Gaul traf dagegen an Brett 2 auf Peter Simons. Mit meinem Gegner einigte ich mich im gegenseitigen Respekt schnell auf ein Remis und wir schoben die Verantwortung auf die Mannschaftskollegen. Dieser wurden zumindest die Beueler an diesem Tage nicht gerecht.

 

Nach einem 1,5 – 1,5 Zwischenstand, der kurz Hoffnung aufkeimen ließ, erinnerte der anschließende Verlauf unserer 2.Mannschaft an die berühmten Dominosteine, bei denen man den ersten Stein leicht touchiert. Auffällig waren die vielen eher simplen taktische Drohungen, auf die wir hereinfielen. Am Ende stand eine hohe 1,5 – 6,5 (11 – 21 nach dem offiziellem SVM Brettpunktesystem) Niederlage.

Den einzigen Tagessieg der Beueler gelang Carsten Wöltge. Doch auch hier hatte man anfangs das Gefühl, dass eine schnelle Niederlage bevorsteht.

Wie ist diese Niederlage einzuordnen? Die gute Nachricht, es ist noch nichts verloren. Es kämpfen weiterhin drei Mannschaften (außer Rheinbach und Beuel noch Lohmar) um die 2 Aufstiegsplätze. Unser nächster Kampf ist gegen Lohmar am 01.Februar. Das wäre dann das nächste Schlüsselspiel !

 

Webseite des SV Hennef mit den Ergebnissen des Schachbezirks Bonn/Rhein-Sieg

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